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Steuertricks: Mehr als 55 Milliarden Euro Schaden in Europa

Europa ist viel stärker, als bisher bekannt war, von Geschäften betroffen, bei denen Banker und andere involvierte Personen systematisch illegale Steuerauszahlungen durch bestimmte Aktiengeschäfte herbeigeführt haben. Die Geschäfte werden als „Cum-Cum“- und „Cum-Ex“-Deals bezeichnet. Vorsichtig kalkuliert beläuft sich das Volumen durch Steuerbetrug in Europa von 2001 bis 2016 auf mindestens 55,2 Milliarden Euro.

Das haben gemeinsame Recherchen von 19 Medienpartnern aus zwölf Ländern unter Leitung des Recherchezentrums CORRECTIV ergeben. In Österreich war die Plattform Addendum beteiligt, die gemeinsam mit dem Nachrichtenmagazin News über die Ergebnisse berichtet. Das Projekt trägt den Title „CumEx Files“.

Im Rahmen der investigativen Kooperation wurden mehr als 180.000 Seiten vertraulicher Akten sowie Unterlagen parlamentarischer Untersuchungsausschüsse, interne Gutachten von Banken und Kanzleien, Kundenkarteien, Handelsbücher und E-Mails ausgewertet. Interviews mit Insidern und Kronzeugen sowie verdeckte Recherchen in der Finanzindustrie zeigen, dass die Geschäfte bis heute weitergehen.

Addendum-Recherchen haben zudem gezeigt, dass Österreich viel stärker betroffen ist, als bisher bekannt war.

Addendum veröffentlicht seine Berichte unter addendum.org

Zum Projekt

Die gesammelten internationalen Recherchen findet man unter cumex-files.com